buechertips
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Auf dieser Seite moechte ich euch einige meiner Lieblingsbuecher vorstellen. Kann sein, dass ihr einige "alte Freunde" entdeckt, dass ihr ueber manche buecher meine Meinung nicht teilt, oder dass ihr vielleicht sogar ein neues Lieblingsbuch findet.

Wie auch immer, hier ist meine Auswahl an Buechern, die ich euch vorstellen moechte.

 

 

   "THE POWER OF ONE" von Bryce Courtenay

Ich weiss leider nicht, wie das auf deutsch heisst – ich hab’s nur auf englisch gelesen, aber es ist eines meiner Lieblingsbuecher.

Es geht um einen Buben, der in den 20er Jahren in Suedafrika aufwaechst. Er ist Englaender und die Situation zwischen Englaendern und Buren ist gespannt, das Wort Apartheid gibt es noch gar nicht - so normal ist es, dass Farbige nicht wirklich als Menschen gesehen werden.

Weil der Bub aber von einer Nanny aus dem Volk der Zulu aufgezogen worden ist und auf einer Farm aufgewachsen ist, auf der Farbige von allen moeglichen Staemmen gearbeitet haben, lernt er deren Braeuche und Sprachen von klein auf.

Wie ihm das in seinem Leben hilft, wie er die Sache mit dem Nachtwasser besiegt, wie ein Gockelhahn sein bester Freund wird, wie es dazu kommt, dass er Weltmeister im Mittelschwergewicht Boxen werden will und wie er zu einer afrikanischen Legende wird…….das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest…..

 

"Tipping the Velvet" von Sarah Waters

- eines meiner Lieblingsbuecher!

Das ist hier in England schon ein "lesbian classic" – ich weiss nicht, ob’s uebersetzt wurde – wahrscheinlich nicht, aber wenn ihr was Englisches lesen wollt, dann empfehle ich das schwerstens.

Nancy lebt mit ihrer Familie in Whitstable, einer kleinen Stadt an der Westkueste von England. Die "music halls" ( Theater mit kurzen Gesangsnummern – oft Frauen in Maennerkleidung etc.) sind kurz vor der Wende ins 20.Jahrhundert im Aufschwung. Nancy verliebt sich in Kitty Butler und verlaesst die Kueste um mit Kitty, die nichts von Nancys Gerfuehlen ahnt, als ihre "Garderobiere" nach London zu gehen. Dort beginnt sich ihr Leben drastisch zu aendern und alle ihre Abenteuer in der Stadt und in den music halls koennt ihr mitverfolgen, wenn ihr das Buch lest.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, als ich es das erste Mal gelesen habe, aber noch besser gefaellt es mir jetzt, wo ich London besser kenne und die Orte, an denen die Geschichte spielt, vor mir sehe. Die Stadt hat sich seitdem natuerlich extrem veraendert und es ist irrsinnig interessant, beschrieben zu sehen, wie es einmal war – nicht nur geografisch: auch, wie das Leben als Frau und Lesbe in London um die Jahrhunderwende war.

 

"The rapture of canaan", von                      .

Wieder mal weiss ich den Titel leider nicht auf deutsch und auch nicht mal, ob es uebersetzt wurde.

Es geht um ein Maedchen, Ninah, das in Amerika in einer religioesen Kommune aufwaechst, mit strengsten Regeln. Ninah hat eine Grossmutter, die nicht viel von der Religion, die ihr Ehemann gegruendet hat haelt. Durch sie lernt sie, die Gesetze zu hinterfragen und ihren eigenen Gefuehlen zu folgen, wenn es sein muss auch auf die Gefahr hin, aus der Gemeinschaft ausgestossen zu werden.

Die Geschichte ist packend erzaehlt, der Alltag in der Kommune detailliert geschildert und das Leben unter dem "Religionsgruender" – vor allem seine Allmacht – erinnert manchmal an die Schrecken des Mittelalters.Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen, vor allem Leuten, die an anschaulicher Gruppendynamik interessiert sind.

 

   SINDBADREISE   Weiss leider den autor im moment nicht.

Das ist ein Buch mit Kurzgeschichten. Es sind Erinnerungsbruchstuecke, aufgeschnappte Gespraechsfetzen, Beschreibungen…alles von Reisen in verschiedenste Laender, entlegene Teile der Welt, Grossstaedte, Doerfer, in verschiedenste Kulturkreise.

Eine faszinierende Mischung aus Lustigem, Traurigem, Schaurigem, Schoenem. Ideal zum Lesen auf kurzen Bus/Zugfahrten, in Warteraeumen oder Aehnlichem, weil die Texte fast alle sehr kurz sind (manche nur eine halbe Seite).

 

Hier wieder mal ein neues Buch auf meiner (noch recht kurzen) Liste:

The last Kabbalist of Lisbon

(wie immer weiss ich den autoren nicht – muss nachschauen)

Der Ich-Erzaehler ist ein alter Mann, ein Kabbalist (das ist ein juedischer Manuskriptschreiber), der irgendwann im Mittelalter in Konstantinopel lebt. Er erzaehlt die Geschichte seiner Familie zur Zeit der Judenverfolgungen in Lissabon. Er erzaehlt ueber die verbotenen hebraeischen Manuskripte, die sein Onkel und er hergestellt haben und die sein Onkel aus Portugal geschmuggelt hat, um sie vor Zerstoerung zu retten. Um diese Manuskripte herum und inmitten der Judenverfolgung, entwickelt sich eine Kriminalgeschichte, als mehrere Morde veruebt werden…….

Das Tolle an diesem Buch ist die genaue Beschreibung von Geschichtlichen Geschehnissen, politischen Hintergruenden und allgemein dem Leben von verschiedenen Religionsgemeinschaften im Lissabon des Mittelalters. Ohne "belehrt" zu werden erfaehrt man ueber unterschiedliche Braeuche, Lebenseinstellungen, Geschichte, Herstellung von Manuskripten, Schreibmaterial etc.

Einfach ein Buch nach meinem Geschmack.

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